Lehrer-Magazin/sek

Foto: JÖZV
von Evelin Stark, am 29.04.2019

Vom Aussterben bedroht

Palmöl ist das am meisten produzierte Speiseöl der Welt. Seit 1990 wurde ein Viertel aller Regenwälder gerodet, um die ölspendenden Palmen anzupflanzen. Tausende der rotbraunen Menschenaffen, die 95 Prozent ihrer Lebenszeit auf Bäumen verbringen, sind so in den letzten Jahren ums Leben gekommen – verhungert, beim Abholzen durch Bulldozer verendet oder in Waldbränden erstickt. Gab es 1973 noch rund 290 000 Orang-Utans, so ist ihre Zahl inzwischen auf etwa 100 000 geschrumpft. Unzählige Initiativen vor Ort versuchen, die Tiere zu retten. Sie sorgen für medizinische Hilfe und bringen sie in Waldgebiete, die noch nicht von Rodungen gefährdet sind.

Auch Benni Over hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf das Leid der Orang-Utans aufmerksam zu machen. Der 28-jährige Deutsche ist bekannt als „Botschafter der Orang-Utans“, der die Zusammenhänge von Regenwald, Klima und Palmölindustrie aufzeigt. Er ist wegen einer Erbkrankheit auf einen Rollstuhl angewiesen und kann gerade noch seine Finger bewegen. In seinem Kinderbuch „Henry rettet den Regenwald“ versucht Benni, junge Menschen auf die Zerstörung der Regenwälder und das Schicksal der Orang-Utans aufmerksam zu machen. Henry ist übrigens Bennis „Patenkind“ – ein Orang-Utan-Waise in Indonesien, den Benni 2016 mit dem Rollstuhl im Dschungel besucht hat.

Für den Unterricht
Beitrag in der Zeitschrift:

TOPIC, Mai 2019, S. 6/7
Unterrichtsfächer:

D, BU, GW
ab der 7. Schulstufe